Sind Sie Navigationssystem oder Wegweiser?

Neues Jahr, neues Glück. Haben Sie Ihre Ziele festgelegt? Haben Sie klare Vorstellungen davon, was im 2018 sein soll und wo Sie hin wollen?

Ist überhaupt klar, wofür Ihr Unternehmen steht? Und wissen es auch Ihre Mitarbeitenden, Ihre Geschäftspartner und im Idealfall auch Ihre Kunden?

Sehr viele kennen die Unternehmensvision nicht

Während meiner Beratungsmandate stelle ich jeweils früh eine Frage: „Kennen alle Ihre Mitarbeitenden die Vision und die Ziele des Unternehmens? Darf ich sie fragen?“

Wenn ich denn überhaupt fragen darf, dann erhalte ich sehr oft die Antwort: „Ich weiss es nicht.“ oder die Mitarbeitenden nennen mir den Werbeslogan des Unternehmens oder einige Unternehmenswerte.

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Übrigens sind die Kader davon nicht ausgenommen, auch sie wissen meist nicht, wohin es wirklich gehen soll.

Ohne Ziel ist jeder Weg falsch

Nun, was ist das Problem dabei? Vergleichen wir es einmal mit einer Reise. Wenn ich als Chef schon nicht weiss, wohin die Reise gehen soll, dann ist jeder Weg der falsche.

Nur Sie kennen das Ziel

Wenn Sie wissen, wohin Sie wollen, dann ist das schon etwas besser. Sagen Sie es aber niemandem, dann werden Sie zum Mikro-Manager oder aufs Reisen bezogen zum Navigationssystem.

Der Chef als Navigationssystem

Da nur Sie wissen, wohin es gehen soll, müssen Sie Ihren Mitarbeitenden andauernd Anweisungen geben: „Jetzt links, in hundert Metern rechts, über die Brücke bis zum nächsten Kreisel, dann die dritte Ausfahrt nach xyz nehmen, …“.

Das sind dann schnell einmal einige Hundert, wenn nicht tausende Anweisungen bis zum Ziel.

Ganz schön anstrengend, finden Sie nicht auch?

Wer so führt, macht niemandem einen Gefallen

Wer so führt, tut sich selbst und seinen Mitarbeitenden keinen Gefallen. Es ist für beide äusserst anstrengend.

Ohne Chef geht gar nichts

Der Chef ist dauernd überlastet und ohne ihn läuft gar nichts. Er oder sie muss dann wirklich der erste früh morgens sein und wird der letzte sein, der die Arbeit verlässt. Ferien sind kaum möglich, eigene Weiterbildung, Zeit für die Familie – alles gestrichen.

Die Mitarbeitenden brennen aus

Aber auch die Mitarbeitenden brennen aus. Sie möchten gerne wissen, wohin die Reise geht. Blindes Vertrauen ist nicht ihr Ding. Ausserdem möchten sie sich einbringen und allenfalls mitentscheiden können, welches Transportmittel gewählt oder welche Route genommen wird.

Ohne Motiv (Ziel), keine Motivation

Letztlich ist eine solche Reise nur anstrengend und frustrierend. Und wenn man dann schliesslich an einem Ziel ankommt, wo man gar nie hätte hinreisen wollen, dann ist auch das letzte Fünkchen Motivation verflogen und man lässt seinem Ärger freien Lauf.

Service Leadership

Was würde sich ändern, wenn der Chef seine Ziele und Rahmenbedingungen allen offen darlegen würde?

Klare Zielformulierung

In unserem Reisebeispiel könnte dies so tönen: „Wir gehen nach Paris. In drei Tagen, um 10.30 Uhr treffen wir uns beim Südpfeiler des Eiffelturms.

Klare Rahmenbedingungen

Anreise, Übernachtung und Verpflegung sind individuell. Jeder Person steht ein Budget von CHF 1‘000 zur Verfügung. Einzige Einschränkungen aus Risikoüberlegungen sind, dass alle in Gruppen von 2 bis maximal 10 Personen reisen und über Mobile-Phone erreichbar sein müssen.“

Befähigung und Gestaltungsfreiraum für die Mitarbeitenden

Mit diesen wenigen Anweisungen, wären wohl alle in der Lage, sich rechtzeitig beim Südpfeiler des Eiffelturms in Paris einzufinden.

Das Ziel ist klar, die Rahmenbedingungen definiert und auch die Abgrenzung ist geklärt.

Stärken, Schwächen, Erfahrungen, Bedürfnisse und Vorlieben

Alle wären in der Lage ihre individuellen Stärken und Erfahrungen einzubringen und die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben könnten ebenfalls berücksichtigt werden.

Und eine ganz wichtige Frage kann sich zudem jeder Mitarbeitende stellen, bevor er oder sie sich auf den Weg macht: Will ich überhaupt nach Paris?

Das gemeinsame Ziel

Diese Frage ist ganz entscheidend für Chef und Mitarbeitende gleichermassen. Es ist entscheidend zur Erreichung seiner Ziele, dass alle ans gleiche Ziel wollen.

Will jemand an einen anderen Ort, dann muss er oder sie die Reisegruppe wechseln. Daran ist nichts auszusetzen. Es ist aber wichtig, dass es geklärt ist.

Manager oder Leader?

Leider ist Mikro-Management in vielen Unternehmen die traurige Realität und die Chefs versaufen im Tagesgeschäft, anstatt sich um die Mitarbeitenden, die Kunden, die Zukunft des Unternehmens und die Rahmenbedingungen kümmern zu können.

Sie sind eben Manager und keine Leader, sie sind Navigationssysteme, keine Wegweiser und Wegbereiter. Wie ist es bei Ihnen?

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Erreichen Ihrer Ziele im 2018!

Herzliche Grüsse

Ihr Roger Schmid

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