Misserfolg gibt es nicht

Erfolg - wieder ein wenig wie Kinder werden

Einige Gedanken und 6 Tipps, wie Sie alles zu einem Erfolg machen

Bei bewussten Handlungen gibt es eigentlich nur Erfolge. Die Frage ist allerdings, wie wir das Ergebnis beurteilen. Gefällt es uns, sprechen wir von einem Erfolg. Missfällt es uns, von Misserfolg.

Am Ende jeder Handlung erhalten Sie ein Ergebnis. Es ist das, was aufgrund der vorhergehenden bewussten oder auch unbewussten Handlungen er-folgt. So gesehen ist eben alles ein Erfolg.

Das Schicksal meint es schlecht mit mir

Wenn man einfach so in den Tag hineinlebt und etwas eintritt, das man nicht erwartet hat, dann schreiben das viele einfach dem Schicksal zu: «Das Universum wollte es so mit mir.» Man hadert dann mit seinem Schicksal und sieht, wie es das Schicksal mit den anderen offenbar so viel besser meint.

Diese Haltung ist völlig unkritisch. Es ist bequem, etwas Übernatürliches wie das Schicksal, für seine Situation verantwortlich zu machen. Man geht in die Opferrolle und suhlt sich darin. «Ich habe einfach kein Glück im Leben, ich habe einfach keinen Erfolg.»

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Auch wer nicht handelt, erzielt ein Ergebnis, also einen Erfolg. Aber nur wer bewusst handelt, kann aus seinen Handlungen Schlüsse ziehen. Mehr dazu gleich später.

Bewusste Handlung, Er-folg mit einem (zunächst) unbefriedigenden Ergebnis

Es gibt aber auch diejenigen, die sich sehr intensiv vorbereiten, sich überlegen, was sie tun wollen und dann trotzdem «scheitern». Das heisst, das gewünschte, das erhoffte Ergebnis stellt sich nicht ein. Der Volksmund würde hier von Misserfolg sprechen. In der Wissenschaft wird dasselbe Vorgehen als Experiment bezeichnet.

Zwei übliche Reaktionen bei einem Misserfolg

  1. Aufgeben und mit seinem Schicksal hadern
  2. Das Ziel verändern

Aufgeber gewinnen nie, Gewinner geben nie auf

Ich habe es versucht, es hat nicht geklappt.

Wir werden leider durch unsere Erziehung und unser Schulsystem über die Jahre so geformt, dass Scheitern als etwas Schlechtes angesehen wird. Fehler werden nicht toleriert. Daher gilt die Devise, besser nichts tun, dann kann ich auch keine Fehler machen.

Wer grosse Ziele hat, muss auch gross scheitern können.

Da habe ich mir wohl zu viel vorgenommen. Und schon wird das Ziel verändert. Doch leider nicht das Zwischenziel, sondern das Endziel, die Vision. Hier ist genau das Problem. Es hat nicht alles auf Anhieb geklappt, als die Menschheit zum Mond geflogen ist. Edison brauchte 1’000 Versuche, um die Glühbirne zu erfinden. Google, Facebook, Amazon und alle anderen äusserst erfolgreichen Unternehmen hatten und haben eine grosse Vision, die sie verfolgen. Auch bei ihnen hat nicht alles auf Anhieb funktioniert. Es gab viele Steine auf ihren Wegen, die aus dem Weg geräumt werden mussten. Viele grössere und kleinere «Miss-Er-folge». Doch sie haben nicht aufgegeben, sondern an ihrem Endziel festgehalten.

Es ist wie eine Reise nach Paris

Entscheidungen treffen und planen

Wenn Sie nach Paris in die Ferien wollen, dann gibt es viele Möglichkeiten, wie sie dahin kommen können: Zu Fuss, mit dem Fahrrad, mit dem Auto, Fliegen, ja selbst mit dem Boot wäre es möglich. Sie müssen also Entscheidungen treffen. Nehmen wir an, Sie entscheiden sich fürs Auto und fahren los. Sie planen Ihre Abfahrtszeit, sie planen einen Weg, eventuell auch einige Zwischenstopps und wann Sie in Paris ankommen möchten. Vielleicht reservieren Sie auch bereits ein Hotel, usw.

Sie wissen, dass Sie mit Hindernissen rechnen müssen

Wer sich fürs Auto entscheidet weiss, dass man mit Stau, Baustellen, Unfällen, Umleitungen, unterschiedlichen Strassen- und Wetterverhältnissen, Tankstopps, usw. rechnen muss. Sie können noch so gut planen, es gibt Faktoren, die kennen Sie zum Zeitpunkt der Planung nicht und Sie werden darauf reagieren müssen.

Ändern Sie deswegen an der ersten Baustelle Ihr Ziel? Selbstverständlich nicht. Sie wissen, wohin Ihre Reise gehen soll und halten daran fest.

Werden wir wieder etwas mehr wie Kinder

Wir müssen wieder lernen zu scheitern, aufzustehen und neue, bessere Versuche zu machen. Auch müssen wir wieder lernen zu üben, Hilfe zu holen und diese auch anzunehmen.

Wir – gesunden Menschen – können alle nur Gehen, weil wir einmal mehr aufgestanden sind, als wir hingefallen sind. Als Kleinkinder werden wir noch motiviert und dabei unterstützt, Fehler zu machen und es gleich nochmals zu probieren. Und man zeigt uns neue, bessere Wege.

Als Erwachsene haben wir uns das abtrainiert!

Es ist Zeit, Fehler und «Miss-Erfolge» wieder als etwas Positives zu sehen und daraus zu lernen.

Der smarte Weg

  1. Beurteilung des unerwarteten, unerwünschten Ergebnisses
  2. Beurteilung des Prozesses
  3. Das Ziel überprüfen und nur falls wirklich nötig anzupassen
  4. Zu lernen und bewusste Änderungen vornehmen

Die gesamte Agilität lebt davon. Hier wird experimentiert, d.h. eben bewusst gehandelt, getestet, überprüft, angepasst und verbessert. Schrittweise zum grossen Erfolg, zum grossen Ziel.

Tipp 1: Beurteilung des Ergebnisses

Manchmal ist das Ergebnis besser, als man zunächst denkt – Die Geschichte der 3M-Post-it

Dr. Spencer Silver war der 3M-Wissenschaftler, der den Klebstoff für die Post-it-Zettel erfunden hat. Ein Klebstoff, der sicher auf Oberflächen haftet, sich aber auch leicht wieder ablösen lässt. Doch das war nicht, wonach er gesucht hatte. Er sagte: „Damals ging es uns darum, wirkungsvollere, stärkere und kräftigere Klebstoffe zu entwickeln. Diese neue Entdeckung entsprach den Vorgaben überhaupt nicht.“ Gemessen an den Zielvorgaben, war es eigentlich ein «Miss-Er-folg».

Spencer suchte nach Anwendungen für seine neue Entdeckung. Art Fry, ein weiterer 3M-Wissenschaftler ärgerte sich, dass die Papierstreifen, mit denen er die Kirchenlieder im Gesangbuch markierte, immer herausfallen würden. Er benötigte ein Lesezeichen, das auf Papier haftet, ohne es zu beschädigen. Heureka, die Idee für Haftnotizen war geboren!

Ich denke, Sie gehen mit mir einig, dass die Post-it-Zettel der Er-folg vieler Teilschritte und der Hartnäckigkeit von Dr. Spencer Silver sind.

Tipp 2: Beurteilung des Prozesses

Wer plant, ersetzt den Zufall durch den Irrtum. Bei einem Experiment wird genau überlegt und notiert, was gemacht wird. Ziel ist die Reproduzierbarkeit. Es ist wie beim Kuchenbacken. Es wird schwierig, einen Kuchen nochmals genau gleich zu backen, wenn ich mir das Rezept nicht notiert habe.

Wichtig bei der Beurteilung und bei den Anpassungen ist es, dass die Veränderungen schrittweise vorgenommen werden. Wenn ich beim Kuchenrezept den Zucker- und den Salzanteil gleichzeitig verändere, weiss ich zum Schluss nicht, was nun zu einer Verbesserung oder Verschlechterung des Ergebnisses geführt hat.

Genauso verhält es sich bei Prozessen. Daher werden insbesondere beispielsweise im E-Mail-Marketing immer kleine Veränderungen vorgenommen und dann das Ergebnis wieder überprüft: ein anderes Bild, eine andere Headline, andere Farben, Video, usw. Nur so finde ich schliesslich heraus, was zu einer höheren Konvertierungsrate geführt hat.

Tipp 3: Das Ziel überprüfen und nur falls notwendig anpassen

Die Veränderungen heutzutage sind immer schneller. Wer aber ein klares Ziel hat, kann die Fortschritte dafür nutzen, um das Ziel schneller und/oder besser zu erreichen bzw. das Kundenbedürfnis, für das man zuständig ist, schneller und/oder besser zu lösen.

Ich vergleiche es mal mit Musik. Wenn ich Rockmusiker bin, dann muss ich meinen Stil über die Zeit nicht verändern, nur weil die Medien sich verändert haben. Rolling Stones haben noch Platten gepresst und Tonbänder aufgenommen. Danach folgten DVD, Mini-Disk, iTunes und Streamingdienste.

Anders gesagt, wer seinen Stil kennt, d.h. seine Vision, Mission und seine Werte, hat die Möglichkeit, den technologischen Fortschritt für sich zu nutzen.

Eine Zielanpassung ist erst dann angesagt, wenn das Kundenproblem, für das ich zuständig bin, nicht mehr existiert.

Tipp 4: Lernen und anpassen

Früh scheitern, rasch lernen und die notwendigen Anpassungen vornehmen ist Teil des Design-Thinking-Prozesses. Es war noch nie einfacher als heute, Sachen früh auszuprobieren und Kundenfeedback zu erhalten. Es braucht zugegebenermassen etwas Mut, seine Ideen und Konzepte früh zu teilen. Dafür erkennt man ebenfalls früh, ob etwas Potenzial hat oder floppen wird.

Zeigen – Fragen – Zuhören – Lernen – Anpassen ist ein Prozess, der zur Routine werden sollte.

Tipp 5: Auch die Besten holen sich Coaches und Partner ins Boot

Niemand kann alles wissen und oft ist man in seiner Innensicht gefangen. Es ist daher nicht weiter überraschend, dass sich die erfolgreichsten und einflussreichsten Menschen selbst auch immer wieder Coaches und Partner ins Boot nehmen. Man könnte meinen, sie hätte es nicht nötig. Aber schauen Sie sich um, im Sport, in der Musik und im Business. Die ganz Grossen haben Coaches und gehen regelmässig in Trainings, sie machen Selbstreflektion und holen aktiv Feedback ein.

Sollten wir dies nicht ebenfalls tun?

Tipp 6: Handeln und Dranbleiben

Erfolg kommt nicht über Nacht. Nur wenige gewinnen im Lotto. Dranbleiben lohnt sich. Daher ende ich heute mit einem Zitat von Harry Belafonte: «Ich habe dreissig Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.»

Viel Er-folg!

Ihr Roger Schmid

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