Erstellung eines Impulsreferats / Entert(r)ainings

Aktuell arbeite ich für einen Anlass im Spätsommer an einem neuen Impulsreferat bzw. Entert(r)aining. Das ist eine Keynote oder ein Impulsreferat kombiniert mit Live-Schlagzeugspiel.

Illusionsbild-Baum-Frau

Illusionsbild Baum oder Frau

Im vorliegenden Fall geht es um ein Kurzreferat, indem ich mit Hilfe einer Analogie aus der Musik aufzeigen werde, warum wir am kreativsten sind, wenn wir uns einige, herausfordernde Rahmenbedingungen setzen und auf ein klares Ziel hinarbeiten.

Je grösser die Herausforderung, desto kreativer wird unser Hirn. Als grosshirnbegabte Menschen versucht unser Hirn in jeder Situation, etwas Verständliches, eine Wahrheit zu konstruieren, was zumal auch zu Wahrnehmungsverzerrungen führen kann. Das kennen Sie sicherlich beispielsweisen von den Illusionensbildern. Zur Steigerung der Innovationsfähigkeit können wir uns dies allerdings zu Nutzen machen.

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Das klare Ziel

Egal was wir tun, ohne Ziel ist es für unser Unterbewusstsein wertlos. Damit wir unsere vollen bewussten und insbesondere auch die unterbewussten Ressourcen nutzen können, brauchen wir ein Ziel. Daran orientiert sich alles. Das Ziel soll die SMART-Regel erfüllen. D. h. das Ziel soll spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.

Wichtig bei der Definition der Aufgabenstellung ist, dass sie an die Fähigkeiten der Person oder an das Team angepasst ist. Die Aufgabe soll herausfordern, nicht überfordern. Je mehr Erfahrungs- und erlerntes Wissen jemand hat, desto mehr Ressourcen hat unser Gehirn, kreativ zu sein und Lösungen zu produzieren, aber eben auch Wahrnehmungsverzerrungen.

Im Falle meines Speeches ist das Ziel geklärt. Ich brauche zum Zeitpunkt x ein Impulsreferat, das mein Publikum begeistert. Und da mein Differenzierungsmerkmal in der Speakerszene darin besteht, dass ich mit Metaphern aus der Musik arbeite, soll die Umsetzung entsprechend sein.

Wenige, konkrete Rahmenbedingungen setzen

Zu viele Vorgaben schränken uns zu sehr ein. Oft sind sie dann bereits in der Form von Lösungen formuliert. Und sehr viele, vielleicht bessere Alternativen werden in einem solchen Fall nicht mehr geprüft. Keine oder zu wenige Grenzen bzw. Vorgaben andererseits lassen zu viele Optionen offen. Es besteht die Gefahr, dass wir uns verzetteln, dass wir überfordert sind oder andauernd beim Aufraggeber zurückfragen müssen.

Im Falle meines Impulsreferates habe ich vom Auftraggeber drei Vorgaben erhalten:

  1. Es soll um Spielräume gehen.
  2. Der Vortrag soll aufzeigen, warum Spielräume Grenzen brauchen.
  3. Das Referat hat ein definiertes Zeitlimit.

Für die Umsetzung habe ich mir selbst folgende zwei zusätzlichen Herausforderungen gesetzt:

  1. Da ich wenig Zeit habe, soll mein Eingangssolo kurz sein und statt mit einem kompletten Schlagzeug sich nur auf die kleine Trommel / Snare Drum beschränken.
  2. Als Taktart wähle ich 5/4.

Der kreative Prozess – design thinking

Im Prinzip verwende ich für die Entwicklung meiner Speeches den Design Thinking Prozess, sozusagen meinen „Service Speeches Design Prozess“: 1. Nutzer bzw. den Auftraggeber verstehen, indem ich den Problemraum erkunde und denn das Ziel des Vortrags definiere. 2. Danach geht es um die kreative Umsetzung, also darum Ideen zu generieren und dann 3. das Referat zu entwickeln, zu testen und einzustudieren.

Problemraum definieren

Das Ziel und die Rahmenbedingungen für dieses Impulsreferat geben mir einen klaren Rahmen vor, um nun gezielt an die Ausarbeitung des Referats heranzugehen. Die Einschränkungen zwingen mich dazu, gewohnte Muster abzulegen und nach neuen Impulsen zu suchen. Ich fühle mich extrem inspiriert und herausgefordert.

Es stellt sich mir die Frage, wie ich innerhalb der Schranken das Maximum an Freiheitsgraden herausschälen kann. Die ist ebenfalls ein Element, das ich in meinem Speech herausarbeiten will. Wie schaffe ich es also, ein attraktives Solo zu spielen, ohne die anderen Klangfarben, die anderen Trommeln, Becken und Glocken des Schlagzeugs zur Verfügung zu haben?

Ich setzte mich momentan so intensiv mit meiner Snare Drum auseinander wie noch nie. Welche Sounds lassen sich aus nur diesem einen Instrument herausholen? Dazu habe ich in den letzten Tagen nach Impulsen gesucht.

Die kreative Ideenfindung

Mit Google und Youtube geht das heutzutage ja ziemlich einfach. Dazu habe ich mir jedoch nicht die üblichen Set-Schlagzeuger angesehen, sondern insbesondere Perkussionisten, klassische Schlagzeuger und Tambouren. Aufgrund der Restriktionen für meinen Vortrag habe ich also bewusst meine bisherigen Systemgrenzen gesprengt. Ich habe sozusagen „ausserhalb meiner Branche“ nach Lösungen für meine aktuelle Herausforderung gesucht. Ich habe mich von anderen inspirieren lassen, von anderen gelernt. Und nun werde ich mein eigenes Ding daraus machen.

Es ist schon erstaunlich, welche Klänge aus einer Snare Drum herausgeholt werden können, wenn man sich nur intensiv genug damit befasst. Schau dir das Video an. Daraus werde ich nun ein Solo von ca. einer Minute zusammenstellen. Das gibt noch ein wenig zu tun. Ich habe aber noch genug Zeit dafür.

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Verdichten zu einem konkreten Speech bzw. Entert(r)aining

Das Ziel des Vortrages ist geklärt, die Grundlagen habe ich mir erarbeitet und auch inhaltlich verschiedene Notizen zusammengetragen. Den Vortrag werde ich nun noch zusammenstellen müssen. Ich werde in etwa wie folgt vorgehen. Ausgehend vom Ziel definiere ich zunächst die Schlüsselaussage / die Key-Message, die die Zuhörer zum Schluss des Vortrages mitnehmen sollen. Danach lege ich die Struktur des Vortrages fest. Im konkreten Fall wird der Vortrag aufgrund der kurzen Dauer und der Reduktion auf eine einzige Schlüsselaussage eine relativ einfache Struktur haben: Solo, Überleitung ins Thema und These, Ausführungen zur These anhand des Snare-Drum-Beispiels und „Übersetzung“ ins Business, Zusammenfassung, Handlungsaufforderung (Call to Action).

Inszenierung klären

Sobald die Struktur feststeht mache ich mich daran, das Referat auszuformulieren. Auch wenn ich eine Keynote oder ein Impulsreferat in der Regel nicht auswendig aufsage, schreibe ich mir das gesamte Referat zunächst einmal auf.

Danach überlege ich mir, wie ich den Vortrag inszenieren will. Das Schlagzeug-Solo bzw. im konkreten Fall das Snare-Drum-Solo ist gesetzt, muss aber ebenfalls noch geschrieben werden.

Die Frage ist nun noch, ob und welche Bilder ich verwenden will und ob ich Powerpoint und/oder Flipchart einsetzen soll. Und auch, ob und welche Interaktionen mit dem Publikum geeignet sein könnten, um die Message zu transportieren.

Last but not least – Einstudieren

Nun heisst es, üben, üben und nochmals üben. In der Musik oder auch im Sport wird möglichst wenig dem Zufall überlassen. Und auch im Business sollten wir den Zufall durch den Irrtum ersetzen. So können wir aus Fehlern lernen und stetig besser werden. D. h. dann auch , dass begeisternde Kundenerlebnisse nicht zufällig sind. Sie sind das Ergebnis einer durchdachten und einstudierten Inszenierung. Je kürzer ein Vortrag ist, desto aufwändiger ist die Vorbereitung, denn es gibt keinen Raum für Fehler, keine Zeit für Korrekturen. Da heisst es: „Plan the work, work the plan!“. Alles wird minutiös einstudiert und eintrainiert. So werde auch ich etliche Stunden mit Üben verbringen.

Um sicher zu sein, dass auch alles passt, nehme ich die Trainings auf Video auf und übe dann zunächst Selbstkritik. Danach hole ich Feedback von Dritten ein, zunächst von meiner Familie. Und dann wird gefeilt, bis es passt.

Ich freue mich auf jeden Fall bereits riesig auf diesen Anlass und darauf, mein Publikum begeistern zu können.

Wollen auch Sie Ihre Kunden, Mitarbeitenden und/oder Geschäftspartner zu Kunden- und Serviceorientierung bzw. wie Sie aus Kunden Fans machen können begeistern? Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Herzliche Grüsse

Roger Schmid

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