Qigong oder Chi Gong – Energietanken als Vorbereitung auf den Tag

Die Kraft des Denkens

Wie wollen wir anderen dienen, wenn wir nicht zunächst zu uns selbst gut schauen? Für mich gehört dazu ein wenig Kraftsport, gesunde Ernährung, der Ausgleich durch mein Schlagzeugspiel und früh morgens ca. 15 Minuten Qigong. Ich habe diese Übungen 2009 in einem Seminar kennengelernt. Beigebracht hat uns die Übungen der Shaolin-Mönch, Shi Yan Bao. Shaolin-Mönche sind weltbekannt für ihre Fähigkeiten im Shaolin Kung Fu. Dies ist jedoch weit mehr als eine Kampfform. Es ist vielmehr eine Lebens- und Verhaltensweise. Die Überlegenheit der Shaolin liegt nicht in ihrer körperlichen, sondern in ihrer geistigen Kraft. Sie können ihr Bewusstsein so fokussieren, dass sie die Energie in einem einzigen Punkt bündeln können. Die Mönche zeigen mit ihren Methoden und Techniken, welche Energie und Kraft im Menschen steckt. Ihre Mental- und Körpertechniken zeigen sie auch in Shows. Wer noch nie war, muss sich das unbedingt einmal ansehen. Es ist extrem beeindruckend.

Zurück zu den Übungen. In der aktuellen Corona-Krise helfen mir diese Übungen noch mehr als sonst, Ruhe zu bewahren und neue Kraft zu tanken. Ich fühle mich nach diesen Übungen auf jeden Fall immer super gut und voller Energie. Mach doch einmal mit! Ich erzähle dir nach dem Video ein wenige mehr zu den Übungen und zur Ausführung.

Hinweis zum Video:

  • Aufwärmübungen bis 3.00
  • Chi-Gong-Übungen ab 3.00
Vimeo

10 Service Erfolgsregeln

Die 10 wichtigsten Service-Erfolgsregeln

Holen Sie sich einen wahnsinnigen Vorsprung vor Ihrer Konkurrenz, indem Sie sich an diese 10 Service-Erfolgsregeln halten und Ihre Kunden zu wahren Fans machen!

Ihre Daten sind sicher. Sie können sich jederzeit aus unserem Verteiler austragen. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung oder unseren E-Mail Versand Informationen.

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Geschichte des Shaolin Chi Gong

Zur Zeit der Sung Dynastie (960 – 1279) lebte auch der Saholinkämpfer und General Yueh Fei. Er kämpfte an der Nordgrenze Chinas gegen die eingedrungenen Mandschus. Sein Erbe ist das Ba Duan Jin Chi Gong. Yueh Fei vereinfachte die Übungen des Yi Jin Jing und erschuf des Ba Duan Jin Chi Gong, auch die acht Schätze des Shaolin genannt. Diese Chi-Gong-Übungen zielten darauf ab, die Kämpfer körperlich und geistig für den Kampf vorzubereiten. Daher werden die Übungen auch Kampfkunst Chi Gong genannt. Persönlich gefällt es mir allerdings besser, sie als chinesische Meditationsübungen zu bezeichnen.

Die acht Schätze des Shaolin

Chi Gong setzt sich immer aus den Elementen Bewegung, Atmung und Meditation zusammen. Sie vereinigen sich zu einem Übungssystem, zu einer Routine, die zur Gesunderhaltung und Gesundung des Körpers und des Geistes dient. Chi Gong wird ebenfalls in der chinesischen Medizin zum Lösen von Blockaden im Chi-Kreislauf des menschlichen Körpers eingesetzt. Ziel ist weiter für eine harmonische und ausgeglichene Chi-Verteilung im Körper zu sorgen. Und ausserdem macht Chi Gong den Körper aufnahmefähig für das Chi des Universums und hilft dem Menschen, den Chi-Fluss im Körper bewusst wahrzunehmen. Übrigens: Chi steht für Kraft des Lebens bzw. universelle Lebensenergie.

Vorbereitung auf die Chi-Gong-Übungen: Trinken und Aufwärmen

Shi Yan Bao hat uns geraten, warmes Wasser mit etwas Zitronensaft und Honig zu trinken. Ich trinke lieber einen halben Liter kaltes Wasser und einen Kaffee. Flüssigkeit ist auf jeden Fall wichtig. Ausserdem musst du dich aufwärmen. Die entsprechenden Übungen entnimmst du ebenfalls dem Video (bis Minute 3.00).

Ausführen der Chi-Gong-Übungen

Starte immer links

Sämtliche Übungen starten auf der linken Seite. Die Übungen werden im Takt deiner Atmung durchgeführt. Dabei ist es wichtig, dass du tief in den Bauch ein- und ausatmest. Beachte ebenfalls, dass du die Frequenz regelmässig hältst. Das ist insbesondere anfangs recht schwierig, da die Kraftanstrengung der Übungen sehr unterschiedlich ist. Versuche es trotzdem. Die meisten Übungen führe ich während zwei Atemzyklen durch. Die Übungen zum Schluss während drei oder vier. Du kannst dies natürlich verlängern, wenn du Lust hast. Für mich ist dies optimal und die gesamte Routine dauert wie eingangs erwähnt so ca. 15 Minuten. Ideal für mich!

Denke an nichts

Versuche an nichts zu denken. Tönt einfach, ist aber schwierig. Sich auf die Atmung zu konzentrieren hilft. Nimm deine Atmung bewusst wahr und auch die Töne um dich herum. Auf meinem Video hörst du vor allem die Vögel singen und zwischendurch den Zug. Ich führe die Übungen möglichst draussen durch. Heute waren es knapp null Grad. Kein Problem. Du wirst rasch warm erhalten, auch bei kälteren Temperaturen.

Die acht bzw. zehn Chi-Gong-Übungen

Ausgangs- und Endposition zwischen den Chi-Gong-Übungen

Zwischen den Übungen gehen die Beine wieder zusammen. Der linke Fuss kommt zum rechten zurück. Dies ist die Ausgangsposition für alle Übungen. Danach geht der linke Fuss beim Ausatmen wieder in eine breitbeinige Position. Die Hände liegen zwischen Gürtellinie und Bauchnabel. Dies ist das Energiezentrum des Körpers. Danach gehen die Hände beim Einatmen nach oben und beim Ausatmen wieder zum Energiezentrum. Das machst du zweimal. Das ist der Start jeder Übung, erst danach folgt die eigentliche Übung. Im Video kannst du das deutlich erkennen.

Übung 1: Mit den Händen den Himmel stützen

Die Füsse sind etwas mehr als schulterbreit auseinander (Ausgangsposition). Die Hände greifen ineinander und werden beim Einatmen dem Körper entlang nach oben geführt. Auf Nasenhöhe werden die Hände nach aussen und schliesslich nach oben gedreht und dann nach oben gedrückt, bis eine angenehme Spannung entsteht. In dieser Position bleiben und langsam ausatmen. Bleiben und erneut langsam einatmen. Beim nächsten Ausatmen die Hände erneut entlang des Körpers nach unten führen. Danach kreisförmig zurück in die Ausgangsposition. Schau es dir am besten im Video an.

Übung 2: Den Bogen spannen und auf den Geier zielen

Gehe bei dieser Übung so tief in die Hocke wie möglich. Ziel ist schliesslich fast waagerecht zu sein. Achte darauf, dass der Rücken gerade bleibt. Mit der Einatmung den linken Arm nach links gerade strecken, die Handfläche schaut nach aussen. Die Hand macht dabei das chinesische Zeichen für die Acht (BaZi), d. h. der Daumen wird vom gestreckten Zeigefinger rechtwinklig abgespreizt. Die restlichen Finger sind eingerollt. Mit der rechten Hand spannst du sozusagen den Bogen. Faust und Ellbogen befinden sich am Ende der Bewegung auf einer horizontalen Linie. Der Blick geht zur linken Hand. In dieser Position bleibst du und atmest dann aus und erneut ein und nochmals ein. Beim nächsten Ausatmen wechselst du langsam von der linken auf die rechte Seite und nimmst erneut die Bogenhaltung ein. Wiederum ein-, aus- und einatmen und dann in die Ausgangsposition wechseln. Bitte achte darauf, dass du langsam und regelmässig atmest, auch wenn die Übung in die Beine geht.

Übung 3: Die Arme einzeln hochheben

Ich nenne diese Übung „Yin-Yang“, weil die Gegensätze dargestellt werden. Die eine Handfläche zeigt zum Himmel, die andere zur Erde. So wird eine angenehme Spannung über Kreuz erzeugt. Beim Einatmen gehen die Hände auseinander, die linke Hand zeigt zuerst gegen oben. Beim dritten Mal einatmen wird die Position gewechselt. Shi Yan Bao hat uns seinerzeit gesagt, wir sollen uns beim Wechsel der Position vorstellen, dass wir ein Ball greifen und entlang des Balls die Position wechseln. Die Übung erneut während vier Atemzügen ausführen und dann in die Ausgangsposition zurückkehren.

Übung 4: Nach hinten schauen, um die fünf Anstrengungen sowie die sieben Betrübnisse verursachenden Krankheiten zu vertreiben

Bei dieser Übung greifen die Hände hinter dem Rücken ineinander. Du drehst dann beim Einatmen zunächst über die linke Schulter soweit nach hinten, wie es nur geht. Auch die Augäpfel drehen. Dann verharrst du in dieser Position während des nächsten Ein-, Aus- und Einatmens. Beim nächsten Ausatmen drehst du wieder langsam zur Körpermitte und dann beim Einatmen nach rechts. Dann bleibst du wieder in dieser Position für die gewohnte Zeitdauer und kehrst dann zur Ausgangslage zurück.

Übung 5: Ausdrehen und Oberschenkel dehnen

Diese Übung kennst du sicherlich aus dem Sportunterricht. Den Wechsel der Position immer beim Einatmen ausführen, so wie bei den bisherigen Übungen. Achte bei der Ausführung darauf, dass du möglichst tief gehst und ebenfalls, dass der Rücken gerade bleibt. Ruhig atmen, auch diese Übung ist anfangs ziemlich anstrengend.

Übung 6: Nach hinten und nach vorne beugen, um Nieren und den Hüftbereich zu dehnen und zu stärken

Für diese Übung musst du ev. die Beine ein wenig weiter auseinander stellen. Beim Einatmen drückst du dann die Hüfte nach vorne und gehst rückwärts in eine Beuge, soweit es halt geht. In dieser Position verweilst du während des nächsten Aus-, Ein- und erneuten Ausatmens. Danach wechselst du beim Einatmen von der hinteren Beuge in die vordere und hältst dich hinten an den Unterschenkeln fest, sodass eine Spannung entlang der Beine und des Rückens entsteht. Ausatmen, einatmen und erneut ausatmen. Beim nächsten Einatmen richtest du dich wieder auf und gehst in die Ausgangsposition zurück.

Übung 7: Die Faust ballen und strenger Blick, um die Kraft zu erhöhen

Für mich ist dies die „Kung-Fu-Übung“, da hier eine Kampfhaltung eingenommen wird. Mit den Händen wird eine Boxbewegung gemacht und beim Zurückkehren in die Grundhaltung nach der Energie gegriffen. Schau’s dir im Video an, da sieht man es deutlich. Gehe beim Einatmen breitbeinig in eine tiefe Grundhaltung, die Fäuste geballt und die Arme angewinkelt an den Körper gepresst und dann direkt noch während desselben Einatmens mit der linken Faust energisch nach vorne, so als ob du jemanden schlagen möchtest. Beim Ausatmen nimmst du dann den linken Arm zum Körper zurück in die Grundhaltung dieser Übung. Beim nächsten Einatmen schnellt der rechte Arm mit der Faust nach vorne und beim Ausatmen wieder zurück. Dann der linke Arm zur linken Seite, danach der rechte Arm zur rechten Seite. Danach beide Fäuste nach vorne und schliesslich noch zur Seite. Der Oberkörper und die Arme sind während der gesamten Übung angespannt. Versuche durchzuhalten. Für mich ist dies die anstrengendste Übung.

Übung 8: Auf die Zehenspitzen stehen, um alle Krankheiten zu bekämpfen

Bei dieser Übung wirst du deinen Gleichgewichtssinn trainieren können. Versuche dich so weit wie möglich auf die Zehenspitzen zu stellen. Ich mache die Übung in der Regel dreimal und verweile ziemlich lange auf den Zehenspitzen. In vielen Anleitungen kannst du nachlesen, dass du es siebenmal machen sollst. Allerdings ist es dann eher eine Art Wippbewegung.

Übung 9: Wärmen und massieren von Nieren und Verdauungstrakt

Dafür reibst du zunächst die Hände bis sie warm sind. Danach reibst du gleichmässig die Nieren. Nach einem erneuten Aufwärmen der Hände reibst du zunächst mit der linken Hand in von oben nach unten kreisenden Bewegungen den Bauch, danach mit der rechten Hand. Danach nimmst du die Hände an die Nieren und spannst deine Gesässmuskeln an. Danach entspannst du sie wieder. Das machst du zwei- bis dreimal. Dann kehrst du in die Ausgangsposition zurück. Vergiss nicht, auch hierbei gleichmässig und ruhig weiterzuatmen.

Übung 10: Freiklopfen der Energieflüsse

Zunächst schlägst du dir mit beiden Fäusten kräftig auf die Brust und klopfst dann den Seiten entlang über die Oberschenkel bis zu den Füssen und entlang der Waden und dem Oberschenkel bis zu den Lenden zurück. Das machst du ca. 8 x. Danach klopfst du mit der rechten Handfläche bei der Hand beginnend den linken Arm zunächst oben bis zum Hals und dann unten zurück zur Hand. Das machst du ebenfalls ca. 8 x. Dann wechselst du die Hand und den Arm. Schliesslich schlägst du noch dreimal von jeder Seite ausreichend kräftig auf den Kopf.

Zum Schluss schüttelst du dich kräftig aus. Und … du fühlst dich wie neu geboren! Oder?

Probiere es aus und mach es auch zu deiner täglichen Routine.

Herzliche Grüsse

Roger Schmid

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klicken Sie hier um einen Kommentar zu hinterlassen.